Mannschaften Aktuell

SMM 2026: Bodan 1 beim ersten Doppelspieltag doppelt geschlagen

27.6.2026 (dk)

In Runde 4 der NL-A verlor Bodan 1 mit 3:5 auswärts in Nyon und am darauf folgenden Tag mit 2½:5½ auswärts gegen SG Zürich. In der 2.Liga bezwang Bodan 2 auswärts ein starkes Falwil 1 knapp mit 3½:2½. Bodan 3 machte mit einem 4:0 Heimsieg gegen Chur 3 den Wiederaufstieg in die 2.Liga perfekt.

Runde 4: Nyon - Bodan

In der NL-A stand für Bodan 1 das erste Doppelspielwochenende auf dem Programm. Bei hochsommerlichen Temperaturen müssten die Thurgauer den langen Weg nach Nyon (am Genfer See) antreten. Da Nyon nur einen Mannschaftspunkt mehr als Bodan 1 aufwies, traten die Kreuzlinger mit ihrem besten Team an. Aber auch für Nyon stand viel auf dem Spiel, entsprechend stark traten die Gäste an. Es entbrannte ein spannender Mannschaftskampf.

Nach knapp zweieinhalb Stunde gab es die erste Entscheidung. FM Dieter Knödler einigte sich mit seinem Gegner nach dreifacher Stellungswiederholung auf ein Remis. Dieter hatte mit Schwarz keine Mühe in einer symmetrischen Eröffnungsvariante auszugleichen. Die Partie verflachte schnell in ein ausgeglichenes Turmendspiel.
Kurz Zeit später gingen die Gäste an Brett 1 in Führung. IM Peter Kühn geriet mit Schwarz unter Druck, als er seine Läufer für die gegnerischen Springer hergab. Das gegnerische Läuferpaar beherrschte die Stellung. Nach einem Fehler brach seine Stellung dann schnell zusammen und er musste die Partie aufgeben.

An Brett 4 dauerte es etwas länger, bis sich die Spieler auf ein Remis einigten. Patrick Seitz wurde von der Eröffnungswahl seines Gegners etwas überrascht. In der Folge entwickelte sich auf dem Brett ein ausgeglichener Kampf. Schließlich brachte ein Qualitätsopfer seines Gegner Feuer in die Partie. Patrick musste dann die Qualität zurückgeben, um den Remishafen zu erreichen.
Gleich darauf folgte ein bitterer Schlag gegen Bodan. An Brett 7 geriet Samuel Hymann nach der Eröffnung in eine passive Stellung. Sein Gegner lies im Mittelspiel keinerlei Gegenspiel zu und schnürte Samuel immer mehr ein, bis dann der finale Schlag erfolgte.
An Brett 2 kam IM Theo Hommeles leider auch nicht über ein Remis hinaus. Mit Weiß schien er die Initiative zu besitzen, aber sein Gegner verteidigte sich findig. Schließlich musst er im Leichtfigurenendspiel einsehen, dass die Partie nicht mehr zu gewinnen war.
Kaum 10 Minuten später war der Mannschaftskampf dann nach fast 4 Stunden Spielzeit entschieden, denn an Brett 8 musste Eike Cöllen seine Partie aufgeben. Mit Weiß kam er früh in eine schwierige Lage. Objektiv war die Stellung vielleicht ausgeglichen, war aber für Eike schwer zu spielen. Kleine Ungenauigkeiten summierten sind schließlich zu einem verlorenen Endspiel.

Die Gäste hatten nun bereits 4,5 Brettpunkte und die beiden noch laufenden Partien konnten die Mannschaftsniederlage nicht mehr abwenden.
An Brett 6 gewann dann Marcel Wildi seine Partie schließlich im Turmendspiel. Mit Weiß kam Marcel schnell in deutlichen Vorteil und gewann früh einen Bauern. Sein schnell spielender Gegner schien zunächst mit seinen aktiven Figuren Kompensation zu haben, aber das entpuppte sich in der Folge als eine optische Täuschung. In der Folge stand Marcel auf Gewinn, übersah kurz vor der Zeitkontrolle aber einen gegnerischen Zug, nachdem sein Gegner mit einem Freibauern plötzlich gute Remischancen hatte. Doch hier rächte sich erneut das schnelle Spiel seines Gegners, denn nach einer fehlerhaften Abwicklung in ein Turmendspiel stand Marcel wieder auf Gewinn, den er sich dann auch nicht mehr nehmen ließ.
Nach fast fünf Stunden Spielzeit endete auch die Partie an Brett 3 im Turmendspiel mit Remis. IM Frank Zeller versuchte mit Schwarz aktiv zu spielen, was aber nicht ohne Risiko war. Tatsächlich gewann er zwischenzeitlich auch einen Bauern, im Endspiel standen seine Figuren dann etwas unkoordiniert, so dass Frank seinen Bauern zurück geben musste.

Einzelergebnisse:

Nyon 1-Bodan 15 : 3
1.IM Mosesov (2447)-IM Kuehn (2324)1:0
2.IM Joie (2356)-IM Hommeles (2366)½:½
3.Feher (2424)-IM Zeller (2341)½:½
4.FM A.Gautier (2267)-Seitz (2257)½:½
5.FM Willems (2379)-FM Knödler (2265)½:½
6.FM Ondozi (2312)-FM Wildi (2218)0:1
7.S.Gautier (2241)-Heymann (2208)1:0
8.FM Iwanesko (2226)-Cöllen (2147)1:0

Runde 5: SG Zürich – Bodan

Nach der langen Reise am Vortag mussten die Kreuzlinger in der 5.Runde der NL-A auswärts gegen den aktuellen Tabellenführer SG Zürich antreten. Im Gegensatz zum Match gegen Nyon machten sich die Bodanesen keine Hoffnungen auf einen Mannschaftspunktgewinn, allenfalls wollte man es den Zürchern so schwer wie möglich machen.
Die Gastgeber traten fast in Bestbesetzung an, die Bodanesen bis auf ein Brett mit dem gleichen Team wie in der Runde zuvor. Die Partien konnten live Online auf lichess.com und chess.com beobachtet werden.

Teamcaptain Dieter Knödler war wieder als erster fertig. Mit Schwarz konnte er nach einer Ungenauigkeit seines Gegners leicht ausgleichen und im 22. Zug endete die Partie mit einem remis durch Stellungswiederholung.
Nach knapp drei Stunden Spielzeit ging Bodan zur Überraschung aller in Führung. Eike Cöllen zeigte sich an Brett 8 gut vorbereitet und kam mit leichtem Vorteil und Läuferpaar aus der Eröffnung heraus. Nach einer fehlerhaften gegnerischen Abwicklung in ein Endspiel bekam Eike einen gewinnbringenden Freibauern auf der a-Linie.
Zürich glich aber postwendend an Brett 2 aus. Hier konnten die Kiebitze eine kuriose Königsgambit Partie von IM Frank Zeller beobachten. Bereits im 5.Zug musste Frank Ke2 spielen, bekam aber trotzdem eine gute Stellung. Nach Fehlern auf beiden Seiten landete Frank schließlich in einem schlechteren Endspiel. Sein König wanderte über das ganze Brett und wurde nach einem groben Fehler im gegnerischen Lager matt gesetzt.

Kurz darauf musste auch IM Theo Hommeles an Brett 1 aufgeben. Lange konnte er mit Schwarz die Partie ausgeglichen gestalten. Aber nachdem sein Gegner seine Dame für Turm und Leichtfigur opferte, verzettelte sich Theo immer mehr und musste am Ende die Segel streichen.
An Brett 6 konnte sich Stefan Egle dann über ein Remis freuen. Sein Gegner spielte recht passiv, aber solide. Stefan hatte mit Weiß zwar leichten Raumvorteil, aber nachdem einige Leichtfiguren getauscht wurden, war die Stellung völlig ausgeglichen.
Auch an Brett 7 endete die Partie mit einem Remis. FM Marcel Wildi hatte mit Schwarz eigentlich nie Probleme die weiße Initiative im Zaum zu halten.

Beim Stand von 3,5:2,5 für Zürich liefen noch zwei Partien, beide ließen bei Bodan aber keine Hoffnungen auf eine Sensation aufkommen.
IM Peter Kühn geriet mit Schwarz früh in eine passive Lage. Sein Gegner konnte ohne Hast seine Figuren zu einem Königsangriff zusammen zu ziehen. Peter konnte zwar das direkte Matt verhindern, verlor dabei aber einige Bauern und landete er in einem völlig verlorenen Endspiel.
Die Partie an Brett 4 bot ein seltenes Bild. Patrick Seitz hatte sich zwar mit Weiß aus der Eröffnung heraus das Läuferpaar gesichert, aber die gegnerischen Rappen dominierten die Stellung. Sein Gegner erhöhte immer mehr den Druck. Patrick wehrte sich zäh und schleppte die Partie noch in ein Turmendspiel, aber am Ende fand er kein Mittel mehr die Partie zu halten.
Auch wenn die Niederlage gegen SG Zürich als ehrenvoll bezeichnet werden kann, steht Bodan weiterhin noch ohne Mannschaftspunkte am Tabellenende.

Einzelergebnisse:

SG Zürich 1-Bodan 15½ : 2½
1.GM Pelletier (2518)-IM Hommeles (2366)1:0
2.GM Peng (2530)-IM Zeller (2341)1:0
3.GM Bauer (2556)-IM Kuehn (2324)1:0
4.IM Petkidis (2450)-Seitz (2257)1:0
5.IM Gähwiler (2384)-FM Knödler (2265)½:½
6.GM Brunner (2406)-Egle (2147)½:½
7.FM Fecker (2361)-FM Wildi (2218)½:½
8.FM Grünenwald (2278)-Cöllen (2147)0:1

SMM Bericht des SSB für Runde 4 und 5
Partien NL-A Runde 4
Partien NL-A Runde 5


Runde 5: Bodan 2 und Bodan 3 mit Siegen

In der 2.Liga konnte Bodan 2 in der 5.Runde auswärts gegen Flawil 1 mit 3½:2½ gewinnen und zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg sichern. Simon Weisshaupt gewann gegen einen um 300 ELO stärkeren Gegner. Michael Kettner machte ebenfalls einen vollen Punkt. Jonas Kuckling, Nathanael Masur und Rainer Roland komplettierten das Endergebnis mit je einem Remis.

Für Bodan 3 war Runde 5 in der 3.Liga bereits das letzte Match in dieser Saison. Mit einem klaren 4:0 Sieg gegen Chur 3 sicherte sich Bodan 3 den ersten Tabellenplatz und damit den Ausstieg in die 2.Liga. Wir gratulieren!


SMM 2026: Bittere Niederlage für Bodan 1 gegen Wollishofen

2.6.2026 (dk)

In der dritten Runde der NL-A musste Bodan 1 eine bittere 3:5 Niederlage gegen Wollishofen einstecken. In der 2.Liga verlor Bodan 2 mit 2½:3½ gegen St.Gallen 2. Einziger Lichtblick war Bodan 3, das in der 3.Liga auswärts mit 3:1 gegen Triesen 4 gewann.

Nach den beiden erwarteten Niederlagen in den ersten beiden Runde der NL-A hatten die Bodanesen in der dritten Runde zum ersten Mal realistische Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Die Gäste des SV Wollishofen waren zwar nominell leicht im Vorteil, aber der Unterschied war so gering, dass alles möglich war. Die Kreuzlinger konnten auch in Bestbesetzung antreten und so durften die wenigen Kiebitze zunächst einen spannenden Mannschaftskampf beobachten.

Die erste Entscheidung viel erst nach fast drei Stunden Spielzeit an Brett 8. Stefan Egle geriet mit Schwarz nach frühem Damentausch in ein etwas unangenehm zu spielendes Endspiel. Sein junger Gegner, der amtierende U14 Schweizermeister, zeigte bereits eine feine Endspielbehandlung, aber Stefan gelang es lange das Gleichgewicht zu halten. Doch schließlich unterlief ihm ein Fehler und er landete in einem klar verlorenen Endspiel.
Ein Schock für Bodan folgte dann gleich darauf an Brett 3. IM Frank Zeller stand mit Weiß zunächst recht ordentlich, doch im Übergang zum Mittelspiel verbrauchte er ungewöhnlich viel Bedenkzeit. Aus den vielen Möglichkeiten entschied er sich dann für eine der schlechteren Varianten und geriet einige Züge später in eine sehr schwierige Lage. Zu allem Überfluß übersah er dann noch einen einfachen Zwischenzug und überschritt bereits nach 19 Zügen in hoffungsloser Stellung die Zeit.
Kurze Zeit später ging dann auch die Partie an Brett 6 verloren. Samuel Heymann geriet nach der Eröffnung in eine schwierige Stellung. In der Folge suchte er zwar nach aktiven Gegenspiel, aber sein Gegner zeigte keine Schwächen und spielte die Partie sauber bis zum Sieg zu Ende.
Bodan lag nach etwa drei Stunden Spielzeit bereits mit 0:3 in Rückstand. An Brett 5 konnte dann FM Dieter Knödler zum 1:3 verkürzen. Mit Weiß mußte er nach Ende der Eröffnung zwar einen Bauern hergeben, bekam dafür aber ausreichende Kompensation. Aber erst die Zeitnot seines Gegners und einige schwache Züge befördeten Dieter auf die Siegerstraße.

IM Peter Kühn hatte an Brett 1 mit GM Prusikin den mit Abstand stärksten Gegner der Gäste. Auch bei Peter lief es von Anfang an nicht gut. Sein Gegner übernahme früh die Initiative, die auch nach Damentausch nicht abebbte. Peter verteidigte sich zäh, hatte am Ende aber gegen das gegnerische Läuferpaar keine Chance.
Damit stand es bereits 4:1 für Wollishofen und ein Mannschaftspunkt war für Bodan schon weg. Aber auch die restlichen noch laufenden Partien sahen nicht sehr vielversprechend aus.
Die endgültige Mannschaftsniederlage wurde dann mit einem Remis an Brett 2 besiegelt. IM Hommeles hatte hier zu keiner Zeit irgendwelche Gewinnchancen. Er musste sogar recht aufmerksam spielen, um nicht in Nachteil zu geraten. So endete diese Partie nach mehrfacher Stellungswiederholung mit Remis.
Noch liefen zwei Partien, aber diese hatten bereits keine Auswirkungen auf den Ausgang des Mannschaftskampfes mehr.
An Brett 7 gewann FM Marcel Wildi im Endspiel seine Partie erst nach einem schweren Fehler seines jungen Gegners. Nach der Eröffnung ging die Partie zügig in ein Endspiel über, in dem Marcel mit seinem Läuferpaar zunächst die besseren Aussichten zu haben schien. Aber nach einem Fehler büßte er einen Bauern ein und musste nun selbst ums Überleben kämpfen. Doch sein junger Gegner spielte das Endspiel recht ungenau, so daß Marcel seinen Bauern zurück gewann und später dann noch einen dazu. Das Läuferendspiel hätte aber immer noch Remis sein müssen, aber nach einem weiteren Fehler ließ sich Marcel die Gelegenheit zum Partiegewinn nicht mehr entgehen.
Die lettzte Partie an Brett 4 wogte mehrfach hin und her. Nach der Eröffnung geriet ein schwarzer Springer von Patrick Seitz am Brettrand ins Abseits. Sein Gegnerin spielte solide und versuchte am Königsflügel aktiv zu werden. Patrick hielt dagegen, kam aber vom Regen in die Traufe. Nach Damentausch keimte bei Patrick plötzlich Hoffnung auf, die Partie zu halten. Doch es benötigte noch einige Fehler seiner Gegnerin, nach denen Patrick im Turmendspiel plötzlich einen Bauern mehr hatte. Objektiv war das Turnendspiel wohl Remis, aber den Remisweg musste seine Gegnerin erst mal finden. Schließlich erreicht Patrick eine Gewinnstellung, aber leider fand er die entscheidende Gewinnvariante nicht. So endete die Partie nach 92 Zügen mit Remis.
Nach dieser enttäuschenden und frustrierenden Niederlage liegt Bodan 1 mit Null Punkten weiterhin am Tabellenende. Dunkle Abstiegswolken beginnen sich schon langsam am Horizont abzuzeichnen.

Einzelergebnisse:

Bodan 1-Wollishofen 13 : 5
1.IM Kuehn (2324)-GM Prusikin (2502)0:1;
2.IM Hommeles (2366)-IM Hochstrasser (2313)½:½
3.IM Zeller (23241) -Fend (2252)0:1
4.Seitz (2257)-WIM Manko (2262)½:½
5.FM Knödler (2265)-FM Gaehler (2290)1:0
6.Heymann (2208)-Frey (2229)0:1
7.FM Wildi (2218))-Koehalmi-Szabo (2203)1:0
8.Egle (2147)-Saminskij (2220)0:1

SMM Bericht des SSB für Runde 3
Partien NL-A Runde 3


SMM 2026: Bodan 1 verliert nur knapp gegen Winterthur 1

22.3.2026 (dk)

In der zweiten Runde der NL-A verliert Bodan 1 unglücklich knapp 3½:4½ gegen Winterthur 1. Bodan 2 gewinnt in der 2.Liga auswärts gegen Gonzen klar mit 5:1. In der 4.Liga gewinn auch Bodan 3 mit 3:1 geutlich gegen St.Gallen 4.

Nach der deprimierenden Auftaktniederlage gegen Riehen stand in der 2.Runde der NL-A für Bodan 1 gleich das nächste schwierige Match auf dem Programm mit einem Heimspiel gegen die SG Winterthur 1. Bodan konnte fast in Bestbesetzung antreten, bei Winterthur fehlten einige der ersten acht der Mannschaftsliste. Trotzdem waren die Gäste an jedem Brett nominell den Kreuzlingern überlegen. Aber die Bodanesen gingen dieses Mal offensichtlich konzentrierter zur Sache und es entwickelten sich teils intensive Partien.

Erst nach fast drei Stunden Spielzeit gab es die ersten Entscheidungen. An Brett 1 ergab sich in einer bekannten Variante, die IM Frank Zeller auch selbst mit Schwarz schon spielte, eine ausgeglichene Stellung, in der Frank leichten Raumvorteil hatte. In der Folge konnte er aus diesem Vorteil aber keinen Nutzen ziehen und die Partie endete mit einer Stellungswiederholung Remis.
An Brett 5 beharkten sie die Spieler ebenfalls mit einer scharfen Theorievariante. Patrick Seitz wurde hier zwar etwas von der Zugfolge seiner Gegnerin überrascht, reagierte aber besonnen und konnte mit genauen Zügen das Gleichgewicht halten. Im Turmendspiel endete dann auch diese Partie mit einem Remis.
An Brett 8 folge dann das nächste Remis. In seinem ersten Einsatz für Bodan 1 machte Daniel Merk ein gute Figur. Zunächst sah es so aus, als ob ein mächtige weißer Springer im Zentrum auftauchen würde, aber Daniel verteidigte sich dagegen mit findigen Manövern. Nachdem alle Türme auf der einzigen offenen Linie getauscht wurden, einigten sich die Spieler auf ein Remis.

Winterthur ging dann an Brett 6 in Führung. FM Marcel Wildi baute sich mit Schwarz etwas gekünstelt auf. Trotzdem sah seine Stellung genügend fest aus. In der Folge versuchte er am Damenflügel gegen den gegnerischen König vorzugehen, während sein Gegner im Zentrum und Königsflügel die Entscheidung suchte. Sein Gegner verbrauchte sehr viel Zeit und spielte bald fast nur noch mit Increment. Trotzdem war es Marcel, der um den Ausgleich kämpfte. Ab dem 23.Zug wurde die Partie dann plötzlich sehr taktisch und Marcel war der erste, der den Überblick verlor. Nur mit genauen Computerzügen hätte er die Stellung vielleicht noch halten können, aber so verlor er Material und musste die Partie aufgeben.
IM Peter Kühn konnte an Brett 3 dann für Bodan ausgleichen. Aus der Eröffnung heraus entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sein Gegner dann die Initiative an sich reißen wollte. Peter reagierte geschickt und nutzte die sich ergebenden Konterchancen gnadenlos aus. Die Partie mündete dann in ein Leichtfigurenendspiel in dem Peter einen Mehrbauern hatte. Diesen konnte er sauber zu einem vollen Punkt verwerten.

Der Mannschaftskampf stand 2½:2½ und es schien sich eine kleine Sensation anzubahnen.
An Brett 2 kam IM Theo Hommeles mit Schwarz gut aus der Eröffnung heraus. Theo versuchte dann am Damenflügel die Intiavite zu ergreifen und opferte in der Folge die Dame für drei Leichtfiguren. Die Stellung war danach aber sehr schwer zu bewerten, zumal sein Gegner noch zwei Bauern mehr hatte. Einer davon war allerdings so schwach, dass Theo diesen später gewann. Sein Gegner opferte schließlich eine Qualität für Läufer und Bauer, wohl in der Hoffnung seine Mehrbauern dann nach vorne marschieren lassen zu können. Doch bevor es dazu kommen konnte, gelang es Theo eine Stellungswiederholung zu erzwingen und ein weiteres Remis war perfekt.
An Brett 4 hatten die Bodanesen etwas Glück. FM Dieter Knödler stand mit Schwarz bald mit dem Rücken zu Wand. In einer etwas schlechteren Stellung, ohne aktive Möglichkeiten, musste er sich lange und zäh verteidigen. Erst nach 5 Stunden Spielzeit hatte der Gegner ein einsehen und im 60. Zug willigte er in ein Remis ein.
Beim Stande von 3½:3½ kam nun alles auf die letzte Partie an Brett 7 an. In einem typischen geschlossenen Spanier hatte Eike Cöllen mit Weiß nur leichten Raumvorteil. Während eines komplizierten Manövierkampfes versuchten beide Seiten optimale Aufstellungen für Ihre Figuren zu finden. Nach Damentausch folge ein Damenloses Mittelspiel und erst nach weiteren Figurenabtauschen zeichnete sich ein ausgeglichenes Endspiel ab. Im 68.Zug und fast 5,5 Stunden Spielzeit übersah Eike dann in ausgeglichener Stellung einen überraschenden Doppelangriff, nachdem er eine Figur verlor. Frustriert gab er die Partie auf und Winterthur hatte den Mannschaftskampf knapp gewonnen.

Einzelergebnisse:

Bodan 1-Winterthur 13½ : 4½
1.IM Zeller (23241)-GM Jenni (2463)½:½
2.IM Hommeles (2366)-GM Georgiadis (2521)½:½
3.IM Kuehn (2324) -IM Ballmann (2332)1:0
4.FM Knödler (2265)-IM Kaczmarkczyk (2455)½:½
5.Seitz (2257)-WGM Georgescu (2267)½:½
6.FM Wildi (2218)-FM Schlegel (2261)0:1
7.Cöllen (2090)-Menzi (2121)0:1
8.Merk (1979)-Zollinger (2193)½:½

SMM Bericht des SSB für Runde 2
Partien NL-A Runde 2


Bodan 2 rehabilitierte sich in der 2.Liga nach der knappen Auftaktniederlage mit einem klaren 5:1 Erfolg auswärts gegen Gonzen. Kurt Sulzbacher an Brett 1, Denis Lupei (2), Nathanael Masur (5) und Calos Cainellei (6) gewannen ihre Partien. Simon Weisshaupt (3) und Lukas Klotzbücher (4) trugen ein Remis zum Mannschaftserfolg bei. Vermutlich ist Bodan noch nie in der 2.Liga mit so einem jungen Team angetreten.

In der 4.Liga gewann Bodan 3 das Match gegen St.Gallen 4 klar mit 3:1. Andreas Job, Jürg Morf und Markus Nadig konnten hier ihre Gegner bezwingen.


SMM 2026: Bodan 1 mit ½:7½ von Meister Riehen deklassiert

22.3.2026 (dk)

Zum Auftakt der SMM 2026 kassierte Bodan 1 eine demütigende ½:7½ Niederlage gegen den amtierenden Schweizermeister Riehen. Auch Bodan 2 musste in der 2.Liga eine Niederlage hinnehmen, allerdings fiel diese mit 2½:3½ auswärts gegen Rapperswil-Jona denkbar knapp aus. In der 4.Liga kam Bodan 3 gegen Uzwil 5 über ein 2:2 nicht hinaus.

In der NL-A empfing Bodan 1 gleich in der ersten Runde den Schweizermeister Riehen in Kreuzlingen. Natürlich waren von den Thurgauern keine Wunder zu erwarten, aber dass am Ende des Tages eine demütigende Niederlage auf dem Papier stand, hatte so niemand erwartet. Bodan 1 konnte in Bestbesetzung antreten. Die Gäste aus Riehen ließen zwar ihre Nummer 1 zu Hause, aber sonst waren ihre stärksten Spieler angereist, so dass die Gäste an jedem Brett mindesten 100 ELO Punkte besser waren.

Das Match begann mit kämpferischen Partien. An Brett 3 opferte Patrick Seitz am Ende der Eröffnung einen Bauern. In der Folge setze er aber ungenau fort und seine Dame geriet ins Abseits. Sein Gegner nutzte diesen Vorteil gnadenlos zum Angriff auf Patricks Königstellung aus. Patricks Gegenspiel auf den anderen Brettseite kam viel zu spät. Nach gut 2 Stunden Spielzeit führten die Gäste 1:0.
Das 2:0 für Riehen lies dann nicht lange auf sich warten. Obwohl IM Peter Kühn in der Eröffnung viel Zeit verbrauchte, schient er eine rabenschwarzen Tag erwischt zu haben. Bereits nach 17 Zügen gab er die Partie auf, nachdem sein Gegner seine Königstellung mit einem Springeropfer demolierte.
15 Minuten später gab dann auch Dieter Knödler seine Partie gegen GM Cvitan auf. In einer eher harmlosen Variante schien es für Dieter keine Gefahren zu geben. Im 16.Zug unterlief ihm dann aber ein Fehler, nachdem er zwar eine Qualität gewann, sein Gegner dafür aber einen sehr überwältigenden Angriff erhielt. Einige Züge später übersah Dieter dann auch noch einen Turmrückzug, nachdem er sofort aufgeben konnte. Nach knapp 3 Stunden Spielzeit stand es bereits 3:0 für die Gäste.
Die nächsten zwei Niederlagen folgten bald darauf. An Brett 4 stellte IM Frank Zeller seine schwarzen Figuren etwas passiv auf und überliest das Zentrum zunächst seinem Gegner. Als es dann zum Gegenschlag im Zentrum ansetzte, wurde die Partie plötzlich sehr taktisch. In den folgenden Verwicklungen fand sich sein Gegner besser zurecht. Am Ende verblieb Frank mit einem klaren materiellen Nachteil und musste die Partie aufgeben.
An Brett 5 spielte Marcel ein ungewöhnliches Eröffnungssystem. Sein Gegner, IM Breder, der früher schon mehrere Jahre für Bodan gespielt hatte, kam mit der geschlossenen Stellungsstruktur aber besser zurecht. Marcel landete in einer gedrückten Stellung und wurde in der Folge klar überspielt.

Eike Coellen
Eike Coellen holte den halben Ehrenpunkt

Nach 3 Stunden Spielzeit stand es nun schon 5:0 für Riehen. Die Bodanesen konnte nur noch auf Schadensbegrenzung hoffen und an Brett 7 hätten die Bodanesen durchaus die Chancen auf einen Sieg gehabt. Samuel Heymann konnte aus der Eröffnung zwar keinen Vorteil erzielen, aber je mehr Figuren getauscht wurden, desto besser stand Samuel. Schließlich gewann er einen Bauern, aber kurz vor der Zeitkontrolle übersah er ein gegnerisches Damenmanöver, nachdem auch seine Stellung nur noch eine Ruine war.
An Brett 1 stemmte sich IM Theo Hommeles im Endspiel lange gegen die Niederlage. Das Endspiel mit einem Minusbauern war aber sehr kompliziert. Zwischenzeitlich hätte er die Partie nach Ungenauigkeiten seines Gegners vielleicht halten können, aber das war schwierig zu sehen. So stand nach fast 5 Stunden Spielzeit auch hier eine Niederlage für Bodan fest und die Gäste führten 7:0.
Gegen das 8:0 kämpfte nun nur noch Eike Cöllen an Brett 8 an. Am Ende einer komplizierten Partie musste sich sein Gegner nach über 5 Stunden Spielzeit dann tatsächlich mit einem Remis zufrieden geben.

In der 2.Runde empfängt Bodan 1 das Team von Winterthur 1, gegen die die Kreuzlinger normalerweise auch keine Chance haben dürften. Aber kann es noch schlechter als gegen Riehen werden?

Einzelergebnisse:

Bodan 1-Riehen 1½ : 7½
1.IM Hommeles (2366)-IM Georgiadis (2483)0:1
2.IM Kuehn (2324)-GM Demuth (2523)0:1
3.Seitz (2257)-IM Brunner (2405)0:1
4.IM Zeller (23241)-FM Haag (2417)0:1
5.FM Wildi (2218)-IM Breder (2318)0:1
6.FM Knödler (2265)-GM Cvitan (2399)0:1
7.Heymann (2208)-FM Jäggi (2332)0:1
8.Cöllen (2090)-FM Collin (2312)½:½

SMM Bericht des SSB für Runde 1
Partien NL-A Runde 1


Bodan 2 musste in der 2.Liga auswärts gegen das starke Team Rapperswil-Jona 1 antreten. Obwohl Bodan 2 zwei Neuzugänge aufbieten konnte, stand am Ende eine knappe 2½:3½ Niederlage zu Buche. Kurt Sulzbacher gewann an Brett 2 und Oliver Leenders gewann an Brett 6 gegen einen um 200 ELO Punkte stärkeren Gegner. Joachim Schmid erkämpfte sich eine Remis

In der 4.Liga kam Bodan 3 auswärts gegen Uzwil 5 nicht über ein 2:2 hinaus. Andreas Jon und Markus Nadig konnten ihre Partien gewinnen.